Das muss dieses Leben sein

Überwältigend:
Kopf bis Fuß vibriert,
eins mit dem Bass,
wir lösen uns auf,
spüren uns - endlich.

Schwitzende Körper
aneinanderreibend,
glücklich strahlend,
tauschen wir schüchtern
Blicke,
unser Herz voll und
in diesem Augenblick
unbeschwert.

Das muss dieses Leben sein.

Vielleicht waren
die Momente des Rauschs
nicht nur da,
um alles um uns herum
zu vergessen, nein -
um uns selbst zu vergessen.

Die Vögel singen uns gute, beste Nacht
und sich einen schönen Morgen zu.

(Halle, 08.05.22)

Gift

Warum habe ich so unglaubliche Angst davor, diese Geschichte zu beginnen? Mich hinzusetzen und loszuschreiben?

Der Gedanke daran lähmt meine Finger. Zweifel stehlen sich in meinen Kopf, vergiften mein Herz.

Wer bin ich schon, wer hat mir die Flausen in den Kopf gesetzt, ich könnte wirklich Schriftstellerin sein? Jeder schreibt heutzutage, so viel belanglose Worte sind auf dem Markt, Erfolg hat sowieso nur, wer sich schon einen Namen gemacht hat. Warum sollte gerade ich, Nachfahrin von Bauern aus dem tiefsten Niederbayern, schreiben? Die Stimmen wispern: Such Dir endlich eine vernünftige Arbeit, hör auf zu träumen, das sind nichts weiter als kindliche Phantastereien!

Das Problem ist: Auch wenn mich die Angst lähmt, weiß ich doch, dass ich es tun muss. Wenn ich es nicht versucht habe, werde ich nie in meinem Leben zufrieden sein, wird dieser Traum immer in meinem Hinterkopf bleiben, zusammen mit der Frage: Was wäre, wenn?

Hättest Du, wärst Du nur, könntest jetzt.

Und weil ich weiß, dass ich vor allem vor den Dingen am meisten Angst habe, die richtig für mich sind, weil sie am wichtigsten sind und ich deshalb absolut nicht versagen will, muss ich es irgendwie schaffen, die Angst zu überwinden. Habe ich bisher auch immer, aber so schwierig war es noch nie. Ich behaupte mal, dass ich viele Dinge in den letzten Jahren deshalb getan habe, um mich nicht mit dieser Angst auseinandersetzen zu müssen.

Es ist die Geschichte der Unterirdischen Seen, die unbedingt geschrieben werden will. Aber warum, was fasziniert mich so daran? Ist es die Tatsache, dass es sich dabei um etwas handelt, von dem sich alle Menschen erzählen, aber niemand genau weiß, ob es sie wirklich gibt? Denn alle, die sie gesehen haben, sind entweder nicht mehr zurückgekehrt oder haben nie wieder davon gesprochen. Wie etwas beschreiben, das von vollendeter Schönheit ist? Ist es die Stadt außen herum, die mich seit meinem Aufenthalt in ihr so fasziniert und die für mich die perfekte Metapher darstellt?

Die nächsten Wochen werden zeigen, ob ich die bin, für die ich mich halte. Der Rest liegt nicht in meinen Händen.

(Halle, 01.05.22)

Brief aus der Zukunft (III)

Nachdem sich Europa damals fast verlor, hat es sich zum Glück wiedergefunden. Oder besser: neu erfunden. Der alte Mann musste erst sterben, Kreislauf des Lebens und so.

Es war ein Kampf, der sich gelohnt hat. Das Europa von heute, mein Europa, hat seine Fehler zugegeben und vor allem aufgehört, die gleichen zu machen, nur unter anderem Namen. Heute ist Europa ein anderes.

Wir feiern jetzt die Vielfalt, die sich aus unserer Vergangenheit, aber auch der Gegenwart ergibt. Die Vielfalt der Menschen, ihrer Meinungen, Hautfarben, Kulturen, Ideen, ihres Glaubens. Buntheit statt Tristesse, die Anderen als Chance. Liebe ist das einzige, was wir angsterfüllten Schwarz-Weiß-Erzählungen und Rückwärtsgewandten entgegensetzen können, das hat die Mehrheit mittlerweile erkannt.

Niemand muss mehr draußen bleiben, wenn er nicht will, und es gibt auch keine Gründe mehr, unfreiwillig nach Europa kommen zu müssen. Hochkomplex, aber am Ende relativ einfach gelöst. Wäre jetzt zu lang zu erklären, es hat auf jeden Fall mit globaler Gerechtigkeit, Wirtschaft, internationalen Beziehungen zu tun, und vor allem mit der Einsicht, dass es nicht ein paar wenige Menschen geben darf, die alles haben, und eine Mehrheit, die wenig bis nichts besitzt. Das ist aber ein eigener Brief, das spar ich mir auf.

Klingt alles ganz gut, stimmts? Und definitiv machbar. Solltet ihr mal ausprobieren, ihr da von früher. Natürlich mach ich Witze, ich weiß ja, dass ihr früher oder später drauf kommt, sonst wär ich jetzt nicht hier. Sonst wär alles kaputt gegangen, aber das verhindert ihr. Zum Glück.

Danke schon mal und bis bald mal wieder, Grüße und Küsschen,

Eure Lenka Lewka

Brief aus der Zukunft (II)

Ich habe kürzlich von den 20er Jahren gelesen. Keine Zeit, in der ich gern gelebt hätte.

Die ganze Welt war entflammt, die Menschen, vor lauter Möglichkeiten und andauerndem Informationsfluss überfordert und auf der Suche nach Halt.

Den fanden sie an unterschiedlichsten Stellen.

Die einen folgten am liebsten den Erzählungen der Rückwärtsgewandten, die die Vergangenheit glorifizierten und einfache Lösungen für eine komplexe Zeit versprachen. Dass es zwar die einfachste Sache ist, alte Ideen zu wiederholen, weil man sich nichts Neues überlegen muss, aber dass man dabei vergisst, dass diese alten Geschichten die Welt genau dahin gebracht hatten, wo sie damals war, muss ich gar nicht weiter ausführen. Zu oft haben wir ja schon gesehen, wohin es führte, wenn Vergangenheitsfetischisten an der Macht waren. Deren Erzählungen werden außerdem auf den Rücken anderer ausgetragen. Keine gute Basis: Der Rücken hält zwar viel aus, bricht aber bei zu viel Belastung.

Manche versuchten sich an der glorifizierten Gegenwart festzuhalten, sie wollten alles so belassen, wie es war, was ja doch nie möglich ist und den eigentlichen Zustand der Welt ausblendet. Sie zogen sich ins Private zurück, einer inneren Emigration gleich, und wurden ganz und gar unpolitisch. Haus, Job, Auto – das waren die einzigen Dinge, auf die sie (vermeintlichen) Einfluss hatten und die es zu schützen galt. Und wehe, etwas bedrohte die materielle Dreifaltigkeit! Doch auch dann wandten sich diese Menschen nicht gegen den eigentlichen Auslöser, sondern traten nach unten, gegen die, die am nächsten, am sichtbarsten und leider auch am unschuldigsten waren.

Wieder andere gingen in die entgegengesetzte Richtung und zerlegten jede Art von Identität in ihre Einzelteile. Sie vergaßen darüber den Menschen in seiner Ganzheit zu sehen, be- und verurteilten ihn nach den Worten, die er wählte, nach der Meinung, die er hatte, oder nach dem Geschlecht, für das niemand auf der ganzen Welt jemals etwas konnte.

Durch diese kritische Betrachtung fühlten sie sich moralisch überlegen all jenen gegenüber, die dazu nicht im Stande waren oder andere Sorgen hatten. Dieses Zusammenwürfeln der Identitätspuzzleteile hatte zur Folge, dass sich die Menschen gegenseitig zerstritten und in Grüppchen teilten, uneins und jeder für sich; sie wurden noch unglücklicher und fielen anderen Heilsversprechen zum Opfer.

Diejenigen, die sich eigentlich die Sozialen nannten, waren mit Identitätskleinklein beschäftigt und hatten über diese elitären Diskussionen (die man sich schließlich leisten können muss) vergessen, für was es sich wirklich lohnte zu kämpfen.

So manche Kräfte wussten diese Verwirrung und Zerstückelung der Gesellschaften zu nutzen, ja, verstärkten diese noch. Wer sich vor allem um sich selbst kümmert, wer nach unten hasst, wer mit Überleben oder intellektuellem Kleinklein beschäftigt ist, kann das Große Ganze nicht sehen. Und während die Wenigen immer reicher wurden, wussten die Vielen nicht, woher die nächste Mahlzeit kommen sollte, und sie gaben sich selbst oder anderen in derselben Lage die Schuld. Ganz kommod für die Wenigen, die von der Zerstrittenheit der Vielen profitierten und daher daran interessiert waren, diese Feuer, die alle verbrannten, weiter am Leben zu halten.

Mir scheint, weil viele Leute damals nicht mehr wussten, wer sie sind, und weil eine größere Gesamterzählung fehlte, an der sie sich festhalten konnten und die sich nicht nur von der Angst der Menschen ernährte wie Schwarz-Weiß-Erzählungen, war Europa in viele kleine Einzelerzählungen geteilt, getrennt. Wie soll etwas gemeinsam erschaffen werden, wenn niemand weiß, was „gemeinsam“ eigentlich heißt?

Im nächsten Brief erzähle ich Euch, was in meiner Gegenwart anders als damals ist.

Für heute aber verbleibe ich mit Küsschen und liebsten Grüßen

Eure Lenka Lewka

Menschen, die aus Fenstern starren

Alles schmerzt wie nach
einer Woche ohne Schlaf.
Gestern Marathon gelaufen oder die Nacht durchgefeiert? 
I wish - jeden Tag, die letzten fünf Wochen.

Keine Erinnerungen, keine Pläne,
nur das Jetzt.
Kein Streit und unnötiges Kopfzerbrechen, 
keine theoretischen Konstrukte wälzen, auseinanderbrechen, neu zusammensetzen. 

Kein Kuchen- und lauer Frühlingsabendduft,
oh, die Luft nach Sommerregen,
morgens um sechs,
nur die Vögel und ich.

Treppen, Berge, Hügel:
keine Luft, Lungenschmerzen, 
Pause. 

Ich genieße den Moment, muss einfach, 
keine Wahl.
Bewusst jeden Schritt gehen, eins nach dem anderen langsam erledigen - 
klingt doch nach purer Meditation, oder?

Bitte, Politik, 
hör nicht auf die „Spaziergänger“ 
wie damals auf Pegida, 
lass dich nicht von Angst vor Minderheiten leiten. 

Hab lieber Angst vor einer Armee aus Zombies, die wir werden, je mehr wir von Corona durchseucht sind. 
Obwohl - wer hat schon Angst vor Menschen, die eh keine Kraft haben, sich aufzuregen, geschweige denn längere Texte zu schreiben oder sich länger zu unterhalten?!

Vielleicht wird deshalb noch zu wenig darüber gesprochen, weil es ein wirklich seltsamer Zustand ist, der Nichtbetroffene schnell mal zu Kommentaren verleitet wie: Mach was für deinen Kreislauf, vielleicht hast du zu wenig Vitamin D, brauchst bestimmt einfach nur mal Urlaub. Danke für die Tipps und seid versichert: Wenn ich was anderes als nach jeder „kleinen“ Anstrengung rumliegen könnte, würd ich das gewiss auch gerne tun. 

Leider schleichen sich solche Kommentare in den Kopf und richten dort immensen Schaden an: Selbstvorwürfe, Misstrauen dem eigenen Körpergefühl gegenüber, Nichternstnehmen der Krankheit, die dann umso heftiger und länger bleibt. 

Anders aber und etwas zynisch gedacht - 
wenn mehr Menschen Long Covid hätten, gäb es keinen Krieg mehr, weil alle zu müde dafür wären und einfach nur ihre Ruhe wollten. 
Auch nicht schlecht, und doch viel zu umständlich…

Nun aber erstmal ein frohes Osterfest Euch allen, bleibt oder werdet schnell wieder gesund und danke fürs Lesen 🙏💚

(Essenbach, 16.4.2022)

Wie schreibe ich einen schönen Text?

Bleibe zu jeder Zeit aufrichtig Dir selbst gegenüber. Verwende keine Worte und Bilder von anderen, ohne zu wissen, was sie eigentlich bedeuten. Wenn nichts von Dir drinsteckt, sind Deine Worte leer.

Beobachte und urteile nicht. Vergiss alles, was Du jemals gelernt hast, was Dir die Gesellschaft und jedes Kollektiv, in dem du jemals Dich befandest, gelehrt hat: Jede Norm, jede Identität, jeden Filter. Was „wahr“ ist, oder wer Du zu sein scheinst. Alles, was als „gut“ oder „schlecht“ bewertet wird, also einem moralischen Spektrum unterliegt, ist dehnbar und diskutabel. Es gibt nur einen Filter, der zählt, und das ist Dein Herz.

Schreibe, ohne nachzudenken, alles auf, was aus Deinen Fingern fließt. In welcher Form dies geschieht, ist Dein Stil. Den Verstand setze beim Überarbeiten ein, doch auch da nur mit Vorsicht. Überarbeiten bedeutet hauptsächlich zu reduzieren.

Der Leser wird wissen, ob die Worte aufrichtig sind, denn es sind jene Worte, die berühren. Die von Herz zu Herz sprechen. Es ist keine Täuschung möglich.

P.S.: Wenn Du nichts zu sagen hast – lass es. Schweigen und Stille sind wertvoller als leere Worte.

Brief aus der Zukunft (I)

Ich weiß gar nicht mehr, wie es früher war. Mir scheint, es muss immer so gewesen sein wie heute, so natürlich fühlt es sich an und so unlogisch alles andere. Ich erzähle Euch hier ein wenig von meiner Gegenwart und Eurer Zukunft. Dafür beginne ich mit dem Großen und zoome dann immer näher ran.

Eine weltverändernde Entwicklung, die ich sehr begrüßt, schon vorausgesehen und gleichzeitig herbeigewünscht habe: Die Länder Afrikas stehen nun geeint da. Sie haben alle außerkontinentalen Interessen verbannt, alles ist jetzt in afrikanischen Händen. Das war ein schwerer Kampf, bis es endlich soweit war, aber es hat sich gelohnt. Und weil die ganze Welt von afrikanischen Ressourcen abhängig ist, hat Afrika eine wichtige Rolle in der Weltordnung eingenommen.

Eigentlich gibt es diese Ordnung aber nicht mehr.

Kein Land der Welt fühlt sich überlegen und will in den Angelegenheiten anderer mitreden. Kein Land will mehr andere Länder erobern, denn alle genügen sich selbst. Klingt verrückt und unmöglich in Euren Ohren, oder?

Es herrscht ein fairer Handel: Länder mit mehr natürlichen Ressourcen tauschen diese gegen Wissen oder andere Dinge ein, die Länder mit weniger Ressourcen haben. Niemand muss mehr Hunger erleiden, denn die Erde gibt genug her für alle, schon immer, nur jetzt ist es eben gerecht verteilt.

Kein Mensch der Welt darf mehr besitzen als der Großteil der Menschheit; Verschwendung, Protz und Anhäufung von Reichtümern sind weltweit verpönt und stehen sogar unter Strafe. Auch die Ausbeutung von Menschen ist nun verboten, doch sie ist auch nicht mehr nötig, da mit dem Ende des Mottos „mehr mehr mehr“ der Überfluss zum Überdruss wurde. Lebensmittel, Klamotten und etwaiges dürfen nur in den benötigten Mengen hergestellt werden, so vermeidet man auch sehr viel Müll.

Vor einigen Jahren hat man endlich eingesehen, dass das Erhöhen einiger Menschen über andere nur dazu dient, sich selbst besser zu fühlen, und es auch oft aus Angst heraus geschieht. Zum Beispiel die Angst vieler Europäer vor der Stärke des afrikanischen Kontinents.

Afrika ist unsere Zukunft und auch unsere Vergangenheit, das haben endlich alle erkannt.

Die Angst europäischer Länder vor einer Einigung Afrikas bestand vor allem darin, dass sie auf sich selbst zurückfallen würden. Der Reichtum vieler europäischer Länder rührte in der Ausbeutung anderer, und wenn das nicht mehr möglich wäre, was dann? Würden sie dann merken, welch‘ Museum sie sind und in welcher Abhängigkeit sie von anderen Ländern und Kontinenten stehen? Dass sie nichts sind ohne jene Länder, aus denen die Menschen zu ihnen fliehen, in der Hoffnung auf ein menschenwürdiges (oder überhaupt ein) Leben und mit einer Europa verklärenden Vorstellung? Aber wehe Dir, Europa, sie besinnten sich auf ihre eigene Stärke, dann, so fürchtete man, wäre es nur noch ein Häuflein Elend, reich zwar an Geschichte und Wissen, mehr aber auch nicht.

Und so kam es dann auch, doch zum Glücke Europas sind nicht alle so gesinnt wie es selbst, und es konnte sich ein reger, respektvoller Austausch, ein fairer Handel entwickeln, endlich auf Augenhöhe.

Übrigens gibt es mittlerweile auch keine Atomwaffen mehr. Die hat man abgeschafft, weil sinnlos und unglaubliche Geldverschwendung. Dieses doch sehr männliche Getue, wer die dicksten… Waffen habe, wurde als unwürdig verboten. Sowieso lachen die meisten Regierenden heute darüber, weil sie erstens vor allem Frauen sind und zweitens erkannt haben, wie lächerlich es war, wenn doch keiner wollte, dass auch auf sein eigenes Land eine solche Bombe falle. Wozu also noch so tun? Im Rückblick erscheint es uns fast als witzig, wie sich die „Chefs“ der damaligen Welt wie Gorillas mit den Fäusten gegen die Brust hauten und sich gegenseitig anbrüllten.

Verrückte Zeiten. Und das alles wozu? Das versteht heute keiner mehr.

Das nächste Mal erzähle ich Euch von den Veränderungen innerhalb der Gesellschaften und im zwischenmenschlichen Umgang, das ist auch sehr schön. Wenn Ihr Fragen zu irgendwelchen Aspekten meiner Gegenwart und Eurer Zukunft habt, schreibt mir einfach, dann gehe ich darauf ein.

Bis bald,

Eure Lenka Lewka aus der Zukunft

Die Patientin

Was für einen seltsamen, wunderschönen Traum ich heute hatte. Alles war anders, beängstigend, da wir an unseren jetzigen Zustand gewohnt sind.

Wieso fällt es uns so leicht, uns vorzustellen, wie alles immer nur schlimmer wird? Wir denken: Ach, ist doch alles in Ordnung, so wie es ist, uns geht‘s doch gut. Ja, so gut, dass wir eben nicht ins Krankenhaus müssen. Aber eigentlich krankt es an allem, zu unspezifisch für jeden Arzt, denn wo anfangen?

Da es uns gut geht, kann es ja nur schlimmer werden, oder?

Die meisten der inneren Organe sind schon lange krank, aber sie funktionieren noch in unserem Sinne. Lange haben wir nichts davon bemerkt, weil es sich nicht an der Oberfläche, unserer Haut, gezeigt hat. Doch immer mehr Irritationen tauchen in letzter Zeit auf, unheilbar, weil tiefere Ursachen. Bisher lassen sie sich kurzfristig überdecken, aber wie lange noch? Machen wir weiter wie bisher, bis wir von innen abgestorben und nicht mehr zu retten sind?

Jahrelang hat man uns eingeredet, dass wir uns alles nur einbilden, dass genau das ein gesunder Zustand ist. Weil wir Jahre, ja Jahrhunderte lang mit der Behandlung gewartet haben, zwickt und kneift es nun an immer mehr Stellen, der Verfall ist nicht mehr aufzuhalten. Oder?

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Wir müssen mehr über Utopien nachdenken. Wie könnte eine bessere Welt in Zukunft aussehen?

Träumen ist wichtig.

Wer nicht weiß, wohin er gehen will, bleibt stehen, verirrt sich. Bewegungen sind nur möglich, wenn man Menschen unter einer gemeinsamen Hoffnung vereint, wenn man ein Ziel vorgibt, in dessen Richtung zu gehen sich lohnt.

Träumt mit mir!

In nächster Zeit folgen hier weitere Texte zum Thema Utopie – Wie könnte unsere Welt aussehen?