Dr. Lena F. Schraml

schreiben, schreiben, schreiben

Ob Dissertation, Reiseführer oder kreativ — solange ich schreiben, forschen, entdecken, denken, sehen, beobachten, träumen, in Frage stellen kann, geht’s mir gut.

Selbstdarstellung fällt mir sehr schwer, dementsprechend auch diese Seite. Doch die Frage, wer ich sei, taucht immer wieder auf, und für das Außen muss dies definiert werden. Ich bin Schriftstellerin, durch und durch, aber doch so viel mehr. Es fällt mir außerdem sehr schwer, mich als solche zu bezeichnen (siehe mein Beitrag „Gift“). Ich wüsste allerdings nicht, was sonst, denn mein ganzes Streben (oder meine ganze Sehnsucht? Manchmal spüre ich es körperlich) richtet sich danach, zu schreiben. Ich bin introvertiert, d.h. in großen und kleinen Gruppen beobachte ich lieber; ich liebe es, alleine zu sein, vor allem in der Natur. Wenn ich mich innerhalb einer Gruppe von Menschen wohlfühle, übernehme ich gerne auch die Führung; ich habe viele Ideen und liebe es, sie in die Tat umzusetzen (oder dies zumindest zu versuchen). Ich überlege gerne auch ein wenig länger, bevor ich mich äußere, d.h. spontane Fragen an mich werden nicht immer so von mir beantwortet, wie ich sie beantworten könnte. Hinterher habe ich die besten und intelligentesten Antworten, die ich dann meistens nur vor mir selbst ausführe. Überall sehe ich Geschichten, was zum Vorteil für mein Schreiben, aber auch zum Nachteil für meine zwischenmenschlichen Beziehungen gereichen kann. Das ist ein Grund, warum ich mich mit Meditation befasse: Sie ist das Auflösen von Geschichten, die wir Menschen nun mal über alles und alle erzählen, weil wir uns am Bekannten festhalten können. Meditation bedeutet einfach nur sehen, nicht urteilen, einfach annehmen, nicht interpretieren. Das ist natürlich nicht alles, ich könnte wie andere Schriftstellerinnen und Schriftsteller einen ganzen Roman über mich schreiben. Für’s erste aber ein erster Eindruck.

Themen, mit denen ich mich beschäftige und die mir am Herzen liegen: Erinnerung (Erinnerungskulturen, kollektive Gedächtnisse, wie „richtig“ erinnern?) Freiheit (wann sind wir wirklich frei, wer oder was schränkt unsere Freiheit ein), Gerechtigkeit, Liebe, Selbsterkenntnis, Literatur/Lesen (warum so wichtig? Neue Herangehensweisen an Texte, was sind schöne Texte, wie schreiben wir sie? Wieso Lesen zum Weltfrieden beitragen kann), Identitätserzählungen (wie wir sie entdecken, warum sie existieren, warum sie zum Problem werden können, Polen (Literatur, Geschichte, Kultur, Beziehung zum Nachbarland)

Autorinnen und Autoren, die in meinem Bücherregal stehen (u.a.) und die ich sehr schätze: de Beauvoir, Kafka, Kästner, Murakami, Nietzsche, Osho, Rumi, Schulz, Stanisic, Szymborska, Zafón.
–> konkretere Buchtipps auf der Seite „Literatur & Lesen“

Publikationen:

Der etwas andere Reiseführer: „111 Orte in Krakau, die man gesehen haben muss“ (Emons Verlag, 23.09.2021)

Meine Dissertation: „Kollektives Gedächtnis und literarische Erinnerungskultur. Erinnern und Vergessen in polnischen und persischen Texten der Gegenwart“ – über das Potential fiktionaler Texte für Erinnerungskulturen und kollektive Gedächtnisse (Frank & Timme Verlag für wissenschaftliche Literatur, 01.03.2022)

Hier eine ausführliche Besprechung dazu von Dr. Norbert Reichel: https://demokratischer-salon.de/beitrag/denkmal-der-unbekannten/

In meiner Masterarbeit untersuchte ich die Geschichte der Polen im Iran während des Zweiten Weltkriegs und was von dieser Begegnung in den Erinnerungskulturen beider Länder übriggeblieben ist (unveröffentlicht).

Weitere Projekte folgen in Kürze.

Wo ich bin und auch nicht: Halle/Leipzig, Landshut/Regensburg.

Für Anfragen und sonstige Anliegen kontaktieren Sie mich bitte über meine Facebook- oder Instagram-Seite oder per Mail: autorin@lenafschraml.com