Brief aus der Zukunft (II)

Ich habe kürzlich von den 20er Jahren gelesen. Keine Zeit, in der ich gern gelebt hätte.

Die ganze Welt war entflammt, die Menschen, vor lauter Möglichkeiten und andauerndem Informationsfluss überfordert und auf der Suche nach Halt.

Den fanden sie an unterschiedlichsten Stellen.

Die einen folgten am liebsten den Erzählungen der Rückwärtsgewandten, die die Vergangenheit glorifizierten und einfache Lösungen für eine komplexe Zeit versprachen. Dass es zwar die einfachste Sache ist, alte Ideen zu wiederholen, weil man sich nichts Neues überlegen muss, aber dass man dabei vergisst, dass diese alten Geschichten die Welt genau dahin gebracht hatten, wo sie damals war, muss ich gar nicht weiter ausführen. Zu oft haben wir ja schon gesehen, wohin es führte, wenn Vergangenheitsfetischisten an der Macht waren. Deren Erzählungen werden außerdem auf den Rücken anderer ausgetragen. Keine gute Basis: Der Rücken hält zwar viel aus, bricht aber bei zu viel Belastung.

Manche versuchten sich an der glorifizierten Gegenwart festzuhalten, sie wollten alles so belassen, wie es war, was ja doch nie möglich ist und den eigentlichen Zustand der Welt ausblendet. Sie zogen sich ins Private zurück, einer inneren Emigration gleich, und wurden ganz und gar unpolitisch. Haus, Job, Auto – das waren die einzigen Dinge, auf die sie (vermeintlichen) Einfluss hatten und die es zu schützen galt. Und wehe, etwas bedrohte die materielle Dreifaltigkeit! Doch auch dann wandten sich diese Menschen nicht gegen den eigentlichen Auslöser, sondern traten nach unten, gegen die, die am nächsten, am sichtbarsten und leider auch am unschuldigsten waren.

Wieder andere gingen in die entgegengesetzte Richtung und zerlegten jede Art von Identität in ihre Einzelteile. Sie vergaßen darüber den Menschen in seiner Ganzheit zu sehen, be- und verurteilten ihn nach den Worten, die er wählte, nach der Meinung, die er hatte, oder nach dem Geschlecht, für das niemand auf der ganzen Welt jemals etwas konnte.

Durch diese kritische Betrachtung fühlten sie sich moralisch überlegen all jenen gegenüber, die dazu nicht im Stande waren oder andere Sorgen hatten. Dieses Zusammenwürfeln der Identitätspuzzleteile hatte zur Folge, dass sich die Menschen gegenseitig zerstritten und in Grüppchen teilten, uneins und jeder für sich; sie wurden noch unglücklicher und fielen anderen Heilsversprechen zum Opfer.

Diejenigen, die sich eigentlich die Sozialen nannten, waren mit Identitätskleinklein beschäftigt und hatten über diese elitären Diskussionen (die man sich schließlich leisten können muss) vergessen, für was es sich wirklich lohnte zu kämpfen.

So manche Kräfte wussten diese Verwirrung und Zerstückelung der Gesellschaften zu nutzen, ja, verstärkten diese noch. Wer sich vor allem um sich selbst kümmert, wer nach unten hasst, wer mit Überleben oder intellektuellem Kleinklein beschäftigt ist, kann das Große Ganze nicht sehen. Und während die Wenigen immer reicher wurden, wussten die Vielen nicht, woher die nächste Mahlzeit kommen sollte, und sie gaben sich selbst oder anderen in derselben Lage die Schuld. Ganz kommod für die Wenigen, die von der Zerstrittenheit der Vielen profitierten und daher daran interessiert waren, diese Feuer, die alle verbrannten, weiter am Leben zu halten.

Mir scheint, weil viele Leute damals nicht mehr wussten, wer sie sind, und weil eine größere Gesamterzählung fehlte, an der sie sich festhalten konnten und die sich nicht nur von der Angst der Menschen ernährte wie Schwarz-Weiß-Erzählungen, war Europa in viele kleine Einzelerzählungen geteilt, getrennt. Wie soll etwas gemeinsam erschaffen werden, wenn niemand weiß, was „gemeinsam“ eigentlich heißt?

Im nächsten Brief erzähle ich Euch, was in meiner Gegenwart anders als damals ist.

Für heute aber verbleibe ich mit Küsschen und liebsten Grüßen

Eure Lenka Lewka

Die Patientin

Was für einen seltsamen, wunderschönen Traum ich heute hatte. Alles war anders, beängstigend, da wir an unseren jetzigen Zustand gewohnt sind.

Wieso fällt es uns so leicht, uns vorzustellen, wie alles immer nur schlimmer wird? Wir denken: Ach, ist doch alles in Ordnung, so wie es ist, uns geht‘s doch gut. Ja, so gut, dass wir eben nicht ins Krankenhaus müssen. Aber eigentlich krankt es an allem, zu unspezifisch für jeden Arzt, denn wo anfangen?

Da es uns gut geht, kann es ja nur schlimmer werden, oder?

Die meisten der inneren Organe sind schon lange krank, aber sie funktionieren noch in unserem Sinne. Lange haben wir nichts davon bemerkt, weil es sich nicht an der Oberfläche, unserer Haut, gezeigt hat. Doch immer mehr Irritationen tauchen in letzter Zeit auf, unheilbar, weil tiefere Ursachen. Bisher lassen sie sich kurzfristig überdecken, aber wie lange noch? Machen wir weiter wie bisher, bis wir von innen abgestorben und nicht mehr zu retten sind?

Jahrelang hat man uns eingeredet, dass wir uns alles nur einbilden, dass genau das ein gesunder Zustand ist. Weil wir Jahre, ja Jahrhunderte lang mit der Behandlung gewartet haben, zwickt und kneift es nun an immer mehr Stellen, der Verfall ist nicht mehr aufzuhalten. Oder?

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Wir müssen mehr über Utopien nachdenken. Wie könnte eine bessere Welt in Zukunft aussehen?

Träumen ist wichtig.

Wer nicht weiß, wohin er gehen will, bleibt stehen, verirrt sich. Bewegungen sind nur möglich, wenn man Menschen unter einer gemeinsamen Hoffnung vereint, wenn man ein Ziel vorgibt, in dessen Richtung zu gehen sich lohnt.

Träumt mit mir!

In nächster Zeit folgen hier weitere Texte zum Thema Utopie – Wie könnte unsere Welt aussehen?

Das Rad dreht sich weiter

Wir haben es satt, zu funktionieren. Entspannen, meditieren, alles, um weiterhin psychisch und physisch funktionieren zu können, damit das Rad sich weiterdreht, die große Mühle, unter der wir am Ende alle landen, während sich die Müllersleut hinter schützendem Fenster auf bequemen Couchen die Bäuche halten vor lachen.

Nur weiter so, weiter so, entspannt euch, nutzt alle Meditationstechniken, die es so gibt, Hauptsache, ihr dreht weiter am Rad. Gott ist tot, genauso wie euer Glaube an ihn und „seine“ Institutionen, was glaubt ihr, wer hat ihn umgebracht? Solange ihr weiterhin an diesen einen Gott glaubt, dem wir so viele Namen gegeben haben, so unterschiedliche Gestalten, ist alles gut, und ihr haltet euch für Atheisten, ha!

Wir haben es satt zu funktionieren, wollen einfach loslassen, doch wenn sich die Mühle weiter dreht, werden wir zermalmt, zu Matsch, von den anderen in den Boden getreten, mit dem wir bald eins sind, niemand interessiert sich mehr für uns, sie steigen auf und über uns, blicken nur nach vorne und oben, die goldene Möhre über den Köpfen. Niemand interessiert sich für die da unten, sie haben sogar Angst, zu genau hinzusehen, wer weiß denn schon, was sie dann sehen könnten? Sich selbst? Ihre Zukunft? Die Folgen, Fehler, Fatalitäten ihres Handelns? Lieber mit Blick auf den glitzernden Lohn das Rad am Laufen halten, immer weiter, immer schneller, immer besser, irgendwann kommen wir doch bestimmt dorthin, und wenn wir uns ganz besonders anstrengen, vielleicht ja sogar dort hinauf, in die warme Stube? Lachen ertönt von drinnen.

Wir haben es satt zu funktionieren, euer Brot zu essen, eure Spiele zu spielen, auf unsere geistige und körperliche Gesundheit zu achten, wozu? Um nicht systemirrelevant zu werden? Wer bestimmt, wer relevant ist und wer in den Restmüll kann? Wie sollen wir angesichts der Zustände der Welt, angesichts der Zerstörung, der Gewalt, die der Mensch seinesgleichen antut, nicht vollkommen unseren Verstand verlieren?

Wir müssen funktionieren, es hilft nichts, wir müssen überleben. Wir dürfen nicht unters Rad kommen, wollen gleichzeitig aber nicht nur ein Rad im Getriebe ihres Luxusautos sein. Wer soll sich in diesem Bewusstsein nicht völlig zerreißen?

(Halle, das erste Mal am 12.03.21 veröffentlicht, dann wieder als Entwurf gespeichert, aber heute, ein Jahr später, ist es so aktuell wie nie für mich)

Brutal brillantes Bild

Warum gerade alle so von „Squid Game“ fasziniert sind? Weil sie tief drinnen wissen, dass diese fiktiven Bilder ein perfektes Bild unserer Welt vermitteln.

Die Reichsten der Reichen spielen mit uns Spiele, sie versprechen demjenigen ewigen Reichtum, der dafür Opfer bringt. Für richtigen Reichtum muss man Opfer bringen, blutige, und wer zu nett ist, der kommt nicht weit. Auf dem Weg zum Jackpot, zum Sparschwein voller Geld, verlieren sich die meisten selbst, wie auch sonst, wenn man den besten Freund verraten muss?

Die meisten Menschen werden immer ärmer, und die wenigen dort oben langweilen sich und wetten auf die Toten. Die in den grünen Anzügen sind die Spielfiguren, doch das Beispiel des Polizisten zeigt, dass auch die Soldaten, also diejenigen, die die Grünen erschießen und verbrennen müssen, ebenfalls Gefangene sind, die abends in ihre Zellen zurückkehren. Ein elender Job wie jeder andere, bei dem getötet wird, wer nicht folgt oder zu neugierig ist.

Einige wenige nutzen ihre vermeintliche Position der Macht, sie machen aus ihrer Lage das Beste und weiden die Opfer, die sowieso schon tot sind, aus, verkaufen ihre Organe. Bei jeder grausamen Aktion gibt es Menschen, die diese zu ihrem Vorteil zu nutzen wissen und sich an ihr bereichern. Kann man es ihnen wirklich verübeln?

Schwer erträglich ist die radikale, blutige Grausamkeit, das Gemetzel, das nichts verschönern oder verdecken will. So weh das Zusehen tut — es ist nur stringent, dies alles so zu zeigen.

Allerdings frage ich mich, warum manche Eltern dies ihre Kinder sehen lassen. Wäre es nicht so blutig und brutal und würden die Kinder die Metapher verstehen und daraufhin revolutionäre Gedanken entwickeln – bitte, alle sollten es dann sehen. Aber es fließt nun mal literweise Blut, man sieht Innereien und ständig werden Menschen erschossen — lasst also die Kinder Kinder sein, sie sollen noch von einer besseren, heilen Welt träumen können. Vielleicht helfen ihnen diese Traumbilder irgendwann tatsächlich, eine bessere Welt aufzubauen, denn früher oder später lernen sie die harte Realität nun mal kennen. Aber doch bitte nicht durch so eine Serie…

Zu viel Konjunktiv

Es ist frustrierend
beobachten zu müssen,
wie „die da oben“ agieren
gemäß dem Motto:
„nach uns die Sintflut“.

Ich erlebe so viel Verständnis,
Engagement, Solidarität, Toleranz,
Klugheit, Offenheit
unter uns Jungen.

Ach wie schön wär' die Welt,
wenn wir sie regierten.

Oder würden wir dann auch korrupt,
blind vor Ehrgeiz und Gier,
nur noch an die nächste Wahl denkend?

Alle Ideale über Bord werfend,
Geld und Macht macht geil,
keinen Gedanken mehr an diejenigen
verschwendend, denen es nicht so
gut geht wie uns.

Wer noch denkt, er kann mal
so wie unsere Eltern leben,
hat den Blick für die Realität verloren.
Es wird nie mehr so werden wie für die,
die unsere Chefinnen und Chefs sind,
die wir jetzt wählen müssen.

So viel Engagement, so viel Aktivismus,
und doch so wenig Hoffnung.
Die wächst in mir nur, wenn ich euch seh’,
unentwegt auf die Straße gehend,
euer Kampfgeist unberührt.

Warum kämpft ihr nicht für uns,
mit uns für eine Erde, auf der auch eure Enkel noch leben können?
Wer hat euch eigentlich erlaubt,
sich so charakterlos ungeniert
an die Spitze zu stellen,
hat euch denn niemand Demut und Bescheidenheit gelehrt?
Verliert man diese wertvollen Eigenschaften,
einmal den süßen Geschmack der Macht gekostet?

Ich träume von einer Welt,
in der „die da oben“ erkennen,
wieviel mehr Spaß es macht
anderen zu helfen
als nur sich selbst.




(Halle, 13.09.2021)

Wirbelsturm

Die alten Erzählungen haben ausgedient. Sie wissen es schon und halten sich deshalb mit aller Kraft an den Menschen fest.

Die alten Erzählungen haben Jahrhunderte überlebt, was kann daran also schlecht sein?

Das Alte zerbröckelt, Zeit für Neues.

Wir haben sie durchschaut, sie machen uns nichts mehr vor.

Die verkrusteten, starren Strukturen aufzubrechen kostet viel Kraft, es ist die Herausforderung unserer Zeit. Menschen haben alle paar Jahrhunderte ihr Denken überdacht, exakt in einem solchen Wirbelsturm befinden wir uns gerade.

Nach dem Unwetter werden wir aufräumen, für neue Ordnung sorgen müssen, denn alles, was dem Sturm nicht standhalten konnte, was gefallen ist oder ausgerissen wurde, muss beiseite geschafft werden.

Die Luft wird frischer, reiner, nicht mehr abgestanden sein, endlich wieder tief einatmen, endlich wieder klare Sicht. Dann werden wir aufstehen, den Staub und Dreck aus unseren Herzen, Köpfen und Klamotten klopfen und zusammen etwas aufbauen, das dem nächsten Sturm standhält.

Jedoch dann gerade vergleicht man sich…

…wenn niemand er selbst ist, als der er vielmehr unvergleichbar wäre.

Das ist zur Zeit einer meiner Lieblingssätze von Karl Jaspers. Er trifft den sprichwörtlichen Nagel auf den Kopf. Wobei über das „er selbst sein“ stundenlange philosophische Diskussionen geführt und ganze Bibliotheken gefüllt werden könnten. Doch es geht mir bei diesem Satz um das Vergleichen (und das „unvergleichbar“).

Etwas, das wir von Grund auf lernen, mit dem wir aufwachsen. Beim Vergleich mit den jüngeren oder älteren Geschwistern – an welcher Stelle der Geburtenfolge, also ob als erstes, mittleres, jüngstes Kind, man zur Welt kommt, kann das Leben prägen. Wenn nicht im Kontakt mit Familienmitgliedern, dann spätestens im Kindergarten, im ersten Kontakt mit Gleichaltrigen. Schon Kindergartenkinder übernehmen oft die Maßstäbe, die sie bei ihren Eltern hören, mit denen im schlimmsten Fall sie selbst oder die Nachbarn, Bekannten, Verwandten, Fremde gemessen werden. Ohne überhaupt schon zu verstehen, was sie sagen, setzen sie die Messlatte an sich selbst und andere an.

In der Grundschule dann bewerten Erwachsene Kinder das erste Mal über Noten in den verschiedenen Fächern und im Verhalten, und reduzieren sie dadurch zu einer Statistik, zur reinen Messbarkeit. Wieder sind es oft nicht die Kinder, die sich von sich aus untereinander messen und vergleichen, es sind deren Eltern und die Gesellschaft, welche vorschreibt, dass ein Kind auf jeden Fall Abitur machen muss – komme was wolle, und wenn es noch so viele Nachhilfestunden benötigt – damit es überhaupt eine Chance am Arbeitsmarkt hat. Das Kind an sich, mit seinen Interessen und Talenten, wird nicht mehr gesehen, nur dessen Noten, die Währung an Schulen, Zeugnisse als „Jahreseinkommen“ von Schülern.

Irgendwann kommen zu den institutionellen Zensuren die der Gesellschaft hinzu. Plötzlich ist es wichtig, wie viel Du wiegst, welche Klamotten Du trägst, mit wem Du Deine Freizeit verbringst. Diese Quantifizierung würde schon in Schule, Uni, Arbeit genügen. Durch das Internet muss man sich jetzt nicht mehr nur mit Mitschülern und Kollegen messen, sondern mit der ganzen Welt. Wer bist Du schon, wenn Du nicht mindestens einmal in der Woche an einem „insta worthy“ Ort bist, wenn Du nicht um die ganze Welt jettest und Dich an den schönsten Stränden und in den schönsten Städten ablichten lässt, wenn Du keine zehntausend „Follower“ hast, die sich an Deinen langen Beinen in kurzen Shorts, an Deinen perfekten Augenbrauen oder Deinen langen Haaren ergötzen? Wer bist Du denn eigentlich, wenn Du nicht dem Bild entsprichst, das Medien und Internet anpreisen? Um nicht von den „westlichen“ Maßstäben zu sprechen, die am Ende unter anderem Frauen in Afrika oder Asien dazu bringen, ihre Haut mit giftigen chemischen Mitteln zu bleichen, „weißer“ zu machen.

Es gibt zum Glück schon genügend Initiativen, die dieser Diktatur widersprechen, die (vor allem Frauen) ermutigen, zu sich selbst zu stehen, zu jeder ihrer Formen und Farben. Es ist also nicht aller Tage Abend, könnte man nun sagen. Und doch machen soziale Netzwerke im Internet nichts anderes, als uns zu quantifizieren, uns zu Details einer Statistik und zu messbarem Analysematerial zu reduzieren. Mag sein, dass sich manche erst in diesem künstlich erzeugten, virtuellen Raum ausleben können – gute wie schlechte Facetten – dass dies letztlich eine Aushöhlung ihres Selbst, eine „Entseelung“, bedeutet, ist den wenigsten klar.

Würden wir alle diese künstlichen Maßstäbe, die uns von Geburt an angelegt werden, all die Muster, Stempel, Schubladen, Kategorien, Identitäten, ablegen – wir wären frei, und das System, das sich von Quantifizierung ernährt, müsste verhungern.

Die „sozialen Netzwerke“ im Internet sind gleichzeitig Folge und Katalysator dieses Systems. Egal wie diese in Zukunft heißen werden – verschwinden werden sie erst mit dem Zusammenbruch der Messbarkeit, die irgendwann Kapitalismus genannt wurde.

Es ist dies eine seltsames, ja schizophren nennbares Medium, dieses „Internet“. Es liegt darin so viel Potential begründet, die Menschen zu vernetzen, sie für wichtige Dinge zu vereinen. Trotz aller Nachteile und begründeten Bedenken birgt es unglaubliche Möglichkeiten – es fehlt nur noch die alle vereinende Botschaft.

Halle, 27.04.2019